Das THW Hamburg-Altona hat eine neue Grünkohlkönigin

Hamburg den 09. Dezember 2011

Während am Vortag die Vertreter der Behörden, Politik, Förderer und Patenschaften eingeladen waren, treffen sich traditionell am zweiten Tag die Einsatzkräfte, Freunde und Angehörigen des THW Hamburg-Altona um den Grünkohl zu genießen. In der Tat: Feinschmecker behaupten seit langem, dass der aufgewärmte Grünkohl vom Vortag aus dem großen Kessel immer noch der Beste ist. 

In diesem Sinne trafen sich gegen 19:00 Uhr ca. 70 Gäste im Kameradschaftsraum. Nach einer kurzen Ansprache trug der Ortsbeauftragte die Jahreschronik vor. Anschließend nahm man im neuen Unterrichtssaal Platz und es erfolgte wie jedes Jahr die Einweisung in die Gebräuche des Altonaer Grünkohlessens. 

Denn am Freitagabend wird traditionell der Grünkohlkönig ermittelt. Seine Majestät wird nicht etwa basisdemokratisch direkt vom Volk gewählt sondern ein kleines bisschen über das Prinzip „Zufall“.

Grünkohlkönig bzw. Grünkohlkönigin wird der- oder diejenige, die beim Verzehren einer Kochwurst auf den goldenen Hufnagel trifft.

Dieser goldene Hufnagel (in der Tat durch einen Goldschmied mit Gold überzogen wegen der Lebensmittelechtheit) wird durch unseren Koch Horst Ehms kunstvoll in einer der Kochwürste verarbeitet.  Diese „veredelte“ Kochwurst wird mit anderen Kochwürsten zusammen auf einen der vielen Fleischplatten gelegt, wobei sie nicht von den anderen zu unterscheiden ist.

Ein Mitglied der Jugendgruppe, die an diesem Tag die Ordonanz übernommen haben, bringt die Fleischplatte zu den Gästen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.  Nach dem die Jugendgruppe von allem reichlich aufgetischt hatte, begann der große Schmaus.

Bereits kurz nachdem die Ersten kräftig zugelangt hatten, meldete sich jemand beim Hofmeister: der Nagel war gefunden und eine neue Königin konnte gekürt werden. 

Die Grünkohlkönigin 2011 heisst Bärbel Münzberg, Mutter eines unserer Junghelfer.

Anschließend wurde auch gleich die Thronzeremonie vollzogen. Der Ortsbeauftragte verlas vor dem versammelten Grünkohlvolk die Krönungsurkunde, in der die Rechte und die Pflichten der Grünkohlkönigin festgeschrieben sind und an die sich seine Majestät, die Königin, fortan zu halten habe.

Der Text der Urkunde ist in einem Bild dargestellt.

Der Tenor der Königswürde kann wie folgt kurz beschrieben werden: Seine Majestät ist verpflichtet den goldenen Hufnagel ein Jahr bei sich zu tragen und auf Verlangen vorzuzeigen. Kann sie dieses nicht, wird eine Runde für alle Anwesenden fällig.

Nach dem die Grünkohlkönigin ihren Präsentkorb entgegengenommen hatte, ließ sie sich auch nicht lumpen und tat, was ihr Kraft der Urkunde auferlegt wurde: Die Versorgung des Grünkohlvolkes mit ausreichend Aquavit, Kümmel und Korn.  

Das Volk dankte es ihr und ließ sie hochleben.

An diesem Abend wurden auch einige Helfer des Ortsverbandes geehrt. Heiko Eckhoff bekam für seinen Einsatz um den Aufbau und die Entwicklung des Technischen Hilfswerks das Helferzeichen in Gold in dankbarer Würdigung verliehen.

      

Fotostrecke:

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