Das THW baut Notunterkünfte für Flüchtlinge

Die Zahl der Flüchtlinge, die Deutschland und damit auch (gemäß Königsteiner Schlüssel) Hamburg erreichen, sind dramatisch gestiegen. Kamen im vergangenen Jahr noch rund 100 Asylbewerber pro Tag in Hamburg an, sind es in diesem Jahr über 200. Die Zahlen des gesamten vergangenen Jahres wurden damit bereits im ersten Halbjahr diesen Jahres erreicht und stellen Hamburg damit vor eine besondere Herausforderung.

Der Unterbringungsbedarf sprengt damit alle vorhandenen Kapazitätsgrenzen. Wurden bislang zentrale Erstaufnahmelager als Containerdörfer gebaut, sind selbst die benötigten Container nicht mehr verfügbar. Um die vorhandenen Einrichtungen überhaupt entsprechend erweitern zu können, baut Hamburg nun Zeltunterkünfte auf, bis weitere Standorte erschlossen werden können.

Ohne die Ehrenamtliche Helfer von Rotem Kreuz und THW wären die schnellen Kapazitätserweiterungen nicht möglich. In den vergangenen Tagen wurden Einheitszelte des Typs „SG-30“ aufgebaut und mit Holzfußböden und faltbaren Etagenbetten ausgerüstet. Allein in Wilhelmsburg, auf dem ehemaligen Parkplatz der Internationalen Garten Schau (IGS), wurden so 600 zusätzliche Betten realisiert.

Auch in Jenfeld entstehen in diesen Tagen 800 Schlafplätze in Zelten mit dem THW.

Neben Wohn- und Verpflegungszelten wurden von der Stadt Dusch-/WC-, Wachdienst-, Verwaltungs-, Kühl- und Waschmaschinencontainer sowie Stromversorgung und Beleuchtung vom THW aufgestellt.

Selbstverständlich werden die Zelte, sobald wieder Wohncontainer verfügbar sind, rechtzeitig vor dem Winter abgebaut.

Für die Flüchtlinge ist die Unterbringung in den Erstaufnahmelagern nur eine zeitlich begrenzte Lösung. Sobald darüber entschieden wurde, ob sie als Asylberechtigte anerkannt werden können, werden sie in andere Wohnungen verteilt.

Hamburg gilt als weltoffene Stadt. Das THW hilft, damit das auch so bleibt.

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