Einheiten

Der Ortsverband Hamburg-Altona hat 2 Technische Züge und 4 Fachgruppen:

2 Technische Züge

1 Fachgruppe Brückenbau

1 Fachgruppe Infrastruktur

1 Fachgruppe Räumen

1 Fachgruppe Sprengen

Im Einzelnen:

1. Technischer Zug

Um den vielfältigen Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr gewachsen zu sein, setzt das Technische Hilfswerk auf eine Kombination von universellen Bergungsgruppen und spezialisierten Fachgruppen. Die Bergungsgruppen sind mit Ausstattung und Personal in der Lage, ein breites Aufgabenspektrum abzudecken, das heißt zu retten, zu bergen, Sicherungs- und leichte Räumarbeiten vorzunehmen sowie vielfältige technische Hilfe zu leisten. Aus diesem Grund verfügt jeder Ortsverband über einen Zugtrupp, grundsätzlich zwei Bergungsgruppen sowie mindestens eine Fachgruppe.

Zugtrupp

An der Spitze des Technischen Zuges steht der Zugführer mit seinem Zugtrupp (ZTr).

1. Bergungsgruppe

Die Bergungsgruppe 1 (B 1) rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. Sie führt Sicherungsarbeiten an Schadenstellen durch, leistet leichte Räumarbeiten und richtet Wege und Übergänge her. Als vielseitigste Gruppe im Technischen Zug unterstützt sie die Fachgruppen des THW in technischer wie personeller Hinsicht.

Das Personal und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet. Als Schnell-Einsatz-Gruppe wird die Bergungsgruppe 1 in der Regel zuerst zum Einsatz kommen.

Die Ausstattung dieser Einheit kann weitestgehend abgesetzt, getragen und autark eingesetzt werden. Sie umfasst ein umfangreiches Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Rettung und Bergung, zur Bearbeitung von Holz, Metall und Stein, zur Sicherung von Personen und Einsatzstellen, zum Trennen, Heben und Bewegen von Trümmern oder Bauteilen sowie zum Bau von Hilfskonstruktionen und vielen anderem mehr.

Durch eine universelle Abstütz- und Sicherungskomponente aus Holzbauteilen – dem Abstützsystem Holz (ASH) – kann die Ausstattung der Bergungsgruppe 1 ergänzt werden. Mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) steht den Bergungsgruppen ein vielseitiges Hilfsmittel für Rettungs-, Bergungs- und Sicherungsarbeiten zur Verfügung.

Ausstattung der Bergungsgruppe 1:

  • Gerätekraftwagen
  • Anhänger 7t (als Ergänzungsausstattung möglich)

2. Bergungsgruppe

Die Bergungsgruppe 2 (B 2) ist neben einer Grundausstattung, die weitgehend jener der Bergungsgruppe 1 ähnelt, mit zusätzlichen, schwereren Komponenten ausgerüstet. Insbesondere nutzt sie elektrische und hydraulische Werkzeuge.

Die Bergungsgruppe 2 ist auch das Bindeglied zu den verschiedenen Fachgruppen, von denen einige nur durch die technische Ausstattung dieser Bergungsgruppe (insbesondere Stromversorgung) ihre volle technische Leistungsfähigkeit erreichen.

In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Infrastruktur können die Stromerzeuger/Netzersatzanlagen der Bergungsgruppe 2 an der Einsatzstelle zur zentralen Versorgung mittels Baustromverteiler und Leitungssystemen sowie zur Einspeisung in wichtige Anlagen bzw. freigeschaltete Netzabschnitte eingesetzt werden. Zur großflächigen Ausleuchtung von Schadenstellen stehen ein Lichtmast mit vier beweglichen Flutlichtscheinwerfern und andere Scheinwerfer zur Verfügung.

Die Geräteausstattung ergänzt und erweitert die Leistungsfähigkeit der Bergungsgruppe 1 und der Fachgruppen. Geräte, die z.B. bei der Bergungsgruppe 1 meist mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden, sind bei der Bergungsgruppe 2 elektrisch betrieben.

Ausstattung der Bergungsgruppe 2 Typ A:

  • Mehrzweckkraftwagen
  • Anhänger Netzersatzanlage 50 kVA mit Lichtmast (als Ergänzungsausstattung möglich)

Fachgruppe Brückenbau (FGBrB)

Konz

Die Fachgruppe Brückenbau gehört zu den aufregendsten Fachgruppen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Diese Fachgruppe gibt es im gesamten Bundesgebiet nur 16 mal. Unsere Aufgaben sind vielfältig und speziell zu gleich. Sie lassen sich im wesentlichen in zwei Teilbereiche unterteilen:

  • Das Herstellen von Behelfs- oder Notbrücken, für den Straßen und Fußgängerverkehr aus Fertigelementen aus Stahl. Aber auch das erstellen von hölzernen Stegen oder Brücken gehört zu unseren Aufgaben.
  • Da wir zu dem über schweres Transportgerät verfügen sind wir als Transportkomponente sehr wichtig. Mit unseren Fahrzeugen sind auch große und sperrige Lasten kein Problem

Zum Bau einer Brücke gehört nicht nur das Ermitteln des benötigten Materials, sondern auch die genaue Ausrichtung der Brücke. Das Abstecken und Ausnivellieren der Brückenachsen und der Auflagerpunkte ist eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt.

Die Fachgruppe Brückenbau verfügt standardmäßig über 18 aktive Helfer. Diese sollten nach Möglichkeit aus dem Bausektor kommen. Da dies aber nicht immer realisierbar ist müssen auch teilweise spezielle und zusätzliche Ausbildungsdienste durchgeführt werden, bei denen das entsprechende Fachwissen vermittelt wird. Unsere Gruppe verfügt derzeit über einen sehr guten Ausbildungsstand und sehr viele hochmotivierte Helfer.

Da es sich bei einer Brücke in der Regel um sehr komplexe Aufgaben handelt, ist unsere Fachgruppe sehr stark auf die Hilfe der Technischen Züge angewiesen.

Teamfähigkeit ist daher für jeden Helfer unserer Gruppe oberstes Gebot.

Fachgruppe Infrastruktur (FGrI)

Wenn am Einsatzort Gefahr durch Elektrizität, Wasser oder Gas besteht oder nach einem Schadensfall Versorgungsleitungen schnell instand gesetzt werden müssen, kommt die Fachgruppe Infrastruktur zum Einsatz.

Sie arbeitet eng mit den Bergungsgruppen zusammen, sichert deren Arbeiten vor Gefahren durch Strom oder Wasser und organisiert die Energieversorgung an der Einsatzstelle. Darüber hinaus kann die Fachgruppe Elektro-, Wasser- und Abwassersysteme in Notunterkünften, Schutz- oder Bereitstellungsräumen einrichten.

Die Ausstattung der Fachgruppe Infrastruktur ermöglicht es, mit Leitungsdimensionen zu arbeiten, wie sie ab dem Übergabepunkt der Versorgungsunternehmen zu Gebäuden und darin vorkommen. Höhere Anforderungen in Netzen, Freileitungen etc. werden von den Fachgruppen Elektroversorgung, Trinkwasserversorgung, Wasserschaden/Pumpen und Ölschaden abgedeckt.

Die Anforderungen an die Einsatzkräfte der Fachgruppe Infrastruktur sind sehr vielseitig und erfordern eine hohe Qualifikation. Deshalb ist für alle Einsatzkräfte dieser Fachgruppe eine technische/handwerkliche Ausbildung und entsprechende Kenntnisse Voraussetzung. Die Ausstattung umfasst unter anderem:- Werkzeugausstattung für Elektro- und Instalationsarbeiten- Werkzeugausstattung für Metall-und Holzbearbeitung- Diverses Kabelmaterial und Elektroverteiler- Schweißausstattung autogen und elektrisch- Stromerzeuger 2-5 kVA- uvm.

2. Technischer Zug

Um den vielfältigen Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr gewachsen zu sein, setzt das Technische Hilfswerk auf eine Kombination von universellen Bergungsgruppen und spezialisierten Fachgruppen. Die Bergungsgruppen sind mit Ausstattung und Personal in der Lage, ein breites Aufgabenspektrum abzudecken, das heißt zu retten, zu bergen, Sicherungs- und leichte Räumarbeiten vorzunehmen sowie vielfältige technische Hilfe zu leisten.

Zugtrupp

An der Spitze des Technischen Zuges steht der Zugführer mit seinem Zugtrupp (ZTr).

1. Bergungsgruppe

Die Bergungsgruppe des 2. Technischen Zuges stellt den Alarm-GKW des Ortsverbandes.

Alarm GKW

Die 1. Bergungsgruppe rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. Sie führt Sicherungsarbeiten an Schadenstellen durch, leistet leichte Räumarbeiten und richtet Wege und Übergänge her. Als vielseitigste Gruppe im Technischen Zug unterstützt sie die Fachgruppen des THW in technischer wie personeller Hinsicht.

Fachgruppe Räumen (FGrR)

Die Spezialisten mit schwerem Gerät !

FG R

Häufig kommen die wendigen Radlader zum Einsatz, um die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung zu unterstützen. Insbesondere wenn einsturzgefährdete Gebäude gesichert oder eingerissen, Bauwerksteile niedergelegt oder Trümmer weggeräumt werden müssen, ist diese Einheit eine große Hilfe. Die Einsatzkräfte dieser Fachgruppe unterstützen auch Rettungskräfte, die zu eingeschlossenen oder verschütteten Personen vordringen müssen.

Folgende Ausstattung hat die FGr. Räumen Hamburg-Altona:

  • Bergungsräumgerät (Radlader)

mit 2qm Klappschaufel mit schutzbelüfteter Kabine und Atemschutzgerät.

    • Palettengabel, 3,5t Nutzlast
    • Schnellwechselanbauarm mit
    • Polypgreifer
    • Tieflöffel
    • Zweischalengreifer
    • Faßgreifer
    • Wirbelhaken
    • Ketten bis 21 t Nutzlast
  • 3-Seitenkipper mit 5t Nutzlast
  • Drucklufterzeuger

zum Bohren von Löchern mit 30 bis 45 mm Ø und 2 m Tiefe und Aufbrechen mit Flach- und Spitzmeißeln (Schlauchmaterial bis ca. 50 m)

  • Mannschaftskraftwagen
    • Lichtmast 8 m mit 2000 W und 2 x 1000 W auf Stativ zur Beleuchtung
    • Elektrotauchpumpe 1000 l/min
    • diverse B- und C-Schläuche
    • Aufbruchhammer, Bohrmaschinen
    • Elektroschweißgerät
    • Ketten und Schäkel bis 5 t Nutzlast
    • Greifzug 1,5 t mit 50 m Seil, Zahnstangenwinde 5 t
    • Motorkettensägen
  • Tieflader-Anhänger (Achleiter)

mit 24 to Gesamtgewicht und 18 to Zuladung

    • dient primär zum Transport des Radladers, weitere Einsatzmöglichkeiten
    • Containertransport – 1 x 20 ft oder 2 x 10 ft
    • Transport von Baumaterial, wie z.B. Brückenteilen
    • Sandsacktransport
    • Transport von PKW oder LKW, z.B. nach Fahrzeugausfällen

Einsatzmöglichkeiten:

  • Bewegen und Auseinanderfahren von Holz-, Papier-, Komposthaufen und Schüttgut.
  • Verlade- und Transporthilfe, z.B. nach LKW-Unfall.
  • Freischieben von Straßen und Trassen nach Sturm und/oder Erdrutsch.
  • Schaffen von Zu- und Abfahrten für Einsatzkräfte.
  • Anlegen von Gräben, Abflüssen und Dämmen bei Wassergefahren.
  • Bergen von Sachwerten bis 3,5 t aus dem Gefahrenbereich.
  • Transport von Fäßern mit dem Faßgreifer.
  • Niederlegen von Gebäuden und Bauwerksteilen.
  • Keller lenzen, Bäume beseitigen nach Unwettern.
  • Diverse Aufbruch- und Stemmarbeiten, z. B. nach Rohrbrüchen.
  • Herstellen von Einstiegsöffnungen, z. B. nach Hauseinsturz.

Fachgruppe Sprengen (FGrSpr)

Ein zündender Gedanke.

Test Hafengeburtstag

Stößt die Leistungsfähigkeit technischer Geräte an ihre Grenzen oder verspricht deren Einsatz keinen Erfolg, kann moderne Sprengtechnik helfen, das Leben von Menschen und Tieren zu retten und Sachwerte zu erhalten.

Das Leistungsspektrum der Fachgruppe Sprengen weist eine Fülle von Anwendungsfällen auf. Es reicht vom Schneefeldsprengen zur Beseitigung einer Lawinengefahr bis hin zum Deichsprengen, um bei extremen Hochwasserlagen das angestaute Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Die Sprengberechtigten verfügen über die notwendigen Kenntnisse, unterspülte und verbogene Schienen-stränge schnell und präzise zu trennen oder einsturzgefährdete Gebäude oder Bauwerksteile kontrolliert niederzulegen.

Auch für die Feuerwehr ist die Fachgruppe Sprengen von Interesse: Durch gezielte Sprengungen lassen sich beispielsweise Waldbrände eindämmen. Die Fachgruppe ist außerdem in der Lage, bei Großbränden Rauchabzugsöffnungen zu sprengen oder Eindring- bzw. Löschöffnungen herzustellen.

Die nötigen Erfahrungen beim Bauwerksprengen, konnten die Sprengberechtigten durch zahlreiche Teilnahmen an gewerblichen Sprengungen sammeln.

Die Entstehungsgeschichte

In der Vergangenheit wurden die Sprengarbeiten im THW durch die Fachgruppe Räumen ausgeführt. Bis zum 31.12.2003 zeigte die Fachgruppe Räumen im Ortsverband Hamburg-Altona sehr große Aktivitäten im Bezug auf Sprengarbeiten. Infolgedessen konnte die Fachgruppe Räumen fünf aktive Sprengberechtigte und fünf Sprenghelfer aufweisen. In den vergangenen Jahren nahmen die Helfer an diversen Bauwerkssprengungen (Silos, Autobahnbrücken, Schornsteine u. a.) sowie Großbohrlochsprengungen bei gewerblichen Sprengunternehmen teil. Auch eigene Sprengungen von Bauwerken und Bauwerksteilen (Schornstein, Fundamente, Bauteile der vierten Elbtunnelröhre) konnten die Helfer der Fachgruppe Räumen vorweisen. Regelmäßig wurden sie im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstages von der ARGE Wasserrettung zur Darstellung von Schadenslagen mittels Pyrotechnik angefordert. Auch der Umgang mit militärischen Sprengstoffen wurde bei der Bundeswehr geübt. Hier wurde am Gewöhnungssprengen des VBK 10 (Gruppe Pioniere / Infrastruktur / Umweltschutz) teilgenommen. Zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg wurde das Zerlegen von Sprengbomben durch belgische & niederländische Streitkräfte besichtigt. Im Frühjahr 2004 wurde dies mit den Kampfmittelräumdiensten aus dem gesamten norddeutschen Bereich praktiziert.

Im Rahmen der Umstrukturierung des THW zum 01.01.2004 wurde das Sprengen aus der Fachgruppe Räumen ausgegliedert und die Fachgruppe Sprengen als eigenständige Einheit eingeführt.

Dem Ortsverband Hamburg-Altona wurde eine von 4 Sprengkomponenten im Länderverband Hamburg / Schleswig-Holstein / Mecklenburg-Vorpommern zugewiesen.

Die Fachgruppe Sprengen setzt sich ausschließlich aus ehemaligen Helfern der Fachgruppe Räumen zusammen. Infolgedessen ist es unumgänglich, dass die beiden Fachgruppen sehr eng zusammenarbeiten und sich als eine gemeinsame Fachgruppe Räumen/Sprengen darstellen.

Ausstattung

Die Geräteausstattung der Fachgruppe Sprengen ist darauf ausgelegt, kurzfristig Sprengungen verschiedenster Art durchzuführen. Sie umfasst ein spezielles Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Sprengvorbereitung, Sicherung von Personen und Sprengstellen, zur Durchführung von Sprengungen, sowie Transportbehälter für Sprengstoffe und Zündmittel.

Für manuelle Arbeiten, wie etwa Bohren von Sprenglöchern, Stemmen von Fallschlitzen, Anbringen von Dämm-Mitteln benötigt die Fachgruppe Sprengen die Unterstützung durch Bergungsgruppen und insbesondere durch Fachgruppe Räumen (Drucklufterzeuger mit Bohr- und Aufbrechhämmern, Bergungsräumgerät mit Hydraulikhammer). Ferner benötigt sie gegebenenfalls Baumaschinen zur Fallbettanlage bzw. Beräumung der Sprengtrümmer.

Mannschaftslastwagen
Typ: LKW Kombi, Doppelkabine, Aufbau Plane / Spriegel, 1,2 to Nutzlast, 1 + 5 Plätze Der Mannschaftslastwagen Typ V (MLW V) ist ein Multifunktionsfahrzeug für den Aufgabenbereich der Fachgruppe Sprengen und darüber hinaus für weitere Aufgaben des Technischen Zuges.

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