Bailey-Brücke über die Bille

Hamburg den 14. Juli 2012

Im Auftrag des Bezirksamtes Hamburg-Bergedorf sollte am 14.07.2012 eine Brücke über die Bille gebaut werden, um hierüber den landwirtschaftlichen Verkehr laufen zulassen, der aufgrund von Baumaßnahmen sonst durch eine Naturschutzgebiet  hätte fahren müssen.

Die Fachgruppe Brückenbau aus Hamburg-Altona tat sich mit der Fachgruppe Brückenbau aus Pinneberg zusammen und plante den Bau einer Bailey-Brücke.

Die Länge der Brücke sollte 24,91 m betragen und das Gewicht dieser Brücke wurde mit 27,64 t berechnet.

Nachdem Wochen und Tage vorher schon Vorbereitungsarbeiten im Gange waren, sollte am Freitag den 13. Juli der Bau anlaufen. Die Einsatzkräfte aus Altona und Pinneberg trafen sich an der Brückenbaustelle und wollten mit der Arbeit beginnen. Die Einsatzstelle war feucht und der Boden teilweise aufgeweicht.

Noch bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen konnten, mussten noch Betonplatten als Brückenauflager positioniert werden. Der hierfür eingesetzte Kran kam bei dieser Arbeit in Schräglage und kippte auf die Seite, jedoch auf weichen Boden. Verletzt wurde niemand, der Kranfahrer konnte sich selbst aus dem Kranführerhaus befreien.

Nun hatte das THW zwei Baustellen. Zum ersten musste der Kran wieder aufgrichtet werden, zugleich sollte aber auch der Brückenbau weitergehen, um den Termin einzuhalten.

Um beide Aufgaben fachgerecht abzuarbeiten wurde zusätzlich ein Zugtrupp an der Einsatzstelle eingerichtet und weitere Helfer aus dem Ortsverband Altona alarmiert. Weitere Unterstützung wurde angefordert: Die Fachgruppe Beleuchtung aus Eimsbüttel sowie der THW Führungsdienst aus Harburg wurde alarmiert und der Kran der Feuerwehr Hamburg war kurze Zeit später an der Einsatzstelle. Aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse konnte der Feuerwehrkran leider nicht eingesetzt werden.

Die Bergung des Krans dauerte bis in die Morgenstunden und der Bau der Bailey-Brücke wurde am Samstag von den Kränen aus Hamburg-Mitte und Pinneberg unterstützt.

Die Brücke wurde am Samstagabend noch fertig und der Termin wurde eingehalten. Insgesamt wurde bei diesem Einsatz von den THW-Kräften alles abverlangt. Sowohl Improvisationsfähigkeit bei der Bergung des Krans als auch der kühle Kopf, die Brücke trotzdem fertigzustellen, waren gefragt. Die Mannschaft an der Einsatzstelle hat beides unter Beweis gestellt.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Beteiligten, die uns dabei unterstützt haben.

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