Jährliche Unterweisung der Motorsägenführer

Arbeiten mit der Motorsäge gehören zu den gefährlichsten Aufgaben im Einsatz. Die Statistik der Forstwirtschaft belegt dies überaus deutlich: Rund 10% aller Waldarbeiter erleiden pro Jahr einen Unfall. Ein ausgesprochen guter Grund für das THW, besonders hohe Anforderungen an seine Motorsägenführer und -Bediener und deren Ausbildung zu stellen.

Einmal jährlich treffen sich die Motorsägenführer des Geschäftsführerbereiches Hamburg, um sich durch den Bereichsausbilder im sicheren Umgang mit der Motorsäge unterweisen zu lassen.

Bereits im  März hatte Sturmtief „Niklas“ ca. 90 Bäume in einem Waldstück südlich von Hamburg umgeblasen. Die Bäume lagen, teilweise unter erheblicher Spannung, auf dem Boden und mussten nun für eine möglichen Abtransport und Weiterverarbeitung vorbereitet werden. Da das THW meist dann die Motorsäge einsetzt, wenn umgefallene Bäume von Dächern, Gebäuden oder Verkehrswegen geräumt werden müssen, stellt dies ein ideales Übungsszenario dar.

Nur wer gründlich ausgebildet und damit bestens vorbereitet ist, kann im Einsatz mit der Motorsäge sicher arbeiten. Diese Ausbildungsinhalte wurden im Rahmen der Unterweisung an die Motorsägenführer vermittelt: Baumansprache, Beurteilung des Geländes, Bestimmung von Fällrichtung und Festlegen von Rückweichen, Anlage des Fallkerbs und Fälltechniken sind einige der umfangreichen Themen, die es aufzufrischen galt.

36 Bäume wurden vom „Teller “ (also dem Wurzelbereich) abgesägt, entastet und mittels Traktor sowie GKW (Gerätekraftwagen) und Winde „gerückt“, also für den Abtransport zum Sägewerk vorbereitet.

Das dabei auch Bäume den Orkanböen zum Opfer fielen, die wenigstens 100 Jahre den Hamburger Herbst- und Frühjahrsstürmen getrotzt hatten und unter forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht für die Holzernte vorgesehen waren, sei an dieser Stelle erwähnt: Der Wind ist eben eine Naturgewalt.

Hier wird es gefährlich: Bäume unter Spannung!

Rund 100 Jahre stand dieser Baum, bis "Niklas" ihn umwarf.

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