Das historische Hufnerhaus brennt: Einsatz für die Räumgruppe!

Um 22:25 Uhr alarmiert die Einsatzleitstelle der Feuerwehr Hamburg den Radlader des THW Hamburg-Altona als Ergänzung zu dem bereits im Einsatz befindlichen Gerät des OV Nord: Seit den Nachmittagsstunden brennt das historische „Hufnerhaus“, ein reetgedecktes Fachwerkhaus in Neuengamme an der Dove-Elbe.

Das Gebäude von 1559 ist stand auf der Liste der geschützten Hamburger Kulturgüter und mit seiner Grundfläche von 10 x 40 Meter war es ein niederdeutsches Fachhallenhaus, eine Kombination aus Wohngebäude und Halle. Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Dachstuhl in voller Ausdehnung. Die Einsatzkäfte der angeforderten Feuerwehren (neben der Berufsfeuerwehr waren auch zahlreiche Freiwillige Feuerwehren im Einsatz) konnten das historische Gebäude nicht retten.

Im Gebäude waren auch einige Kraftfahrzeuge, darunter „Youngtimer“-Autos und ein nagelneuer Wagen untergestellt, auch diese wurden ein Raub der Flammen.

Nachdem große Teile des Gebäudes eingestürzt waren, waren die vielseitigen Bergungsräumgeräte (Radlader) des THW gefragt: Es galt, die immer noch brennenden Gebäudeteile auseinanderzuziehen, um Glutnester ablöschen zu können.

Gegen 10:30 Uhr am Sonntagmorgen übernahm die Ablösung aus Altona den Radlader. Nach einer ersten Begehung durch Brandermittler des Landeskriminalamtes sollten auch die letzten Gebäudeteile niedergelegt werden, um auch die letzten Glutnester zu erreichen, die immer wieder für ein erneutes Auflodern der Flammen sorgten.

Es sollte versucht werden, die wertvollen Balken des Schaugiebels abzutragen, ohne diese mehr als nötig zu beschädigen. So vorsichtig wie möglich wurde mittels Tieflöffel der Giebel an mehreren Stellen gelockert, bis die Fassade nachgab. Im Anschluss wurden die zerstörten Gebäudeteile von der Straße geräumt.

Um den Brandermittlern unzugängliche Stellen frei zu legen, wurden auch Gebäudeteile im Innern der Brandruine geöffnet.

Personen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden. Bei benachbarten Gebäuden barsten Fensterscheiben, sogar Türrahmen und Klingelschilder schmolzen in Anbetracht der abgestrahlten Hitze. Ein Übergreifen der Flammen allerdings konnte die Feuerwehr verhindern.

Gegen 14:00 beendete das THW Hamburg-Altona den Einsatz vor Ort und rückte in die Unterkunft ein. Um 17:35 Uhr wurde der Einsatz für beendet erklärt und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gemeldet. Das THW Hamburg-Altona war mit einer Stärke von 0/1/6/7 bzw. 0/1/4/5 durchgängig im 3-Schicht-System im Einsatz.

Wie gewohnt war die Zusammenarbeit zwischen den Hilforganisationen, aber auch den beteiligten Ortsverbänden des THW intern, hervorragend.

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