Ganztagesausbildung und ein Orkan-Einsatz.

Erkundung: Wie umfangreich sind die Schäden? Wie vorgehen?

Nur einen Tag nach dem Durchzug von Orkantief „Elon“ sorgte Orkantief „Felix“ erneut für erhöhte Alarmbereitschaft aller Katastrophenschutzkräfte in Norddeutschland. Für den THW Ortsverband Hamburg-Altona kein Problem: Es fand ohnehin der erste Pflichtdienst des Jahres in der Fangdieckstraße 50 statt.

Eigentlich waren in den Zügen verschiedene Schulungen und Seminare für den Samstag im OV geplant. Da aber der Deutsche Wetterdienst (DWD) seit Tagen amtliche Wetterwarnungen herausgegeben hatte und bereits Freitag das Orkantief „Elon“ für hunderte Einsätze in Hamburg geführt hatten, waren sehr viele Helfer bereits zum Frühstück eingetroffen. Wieder einmal zeigte sich, dass das THW Hamburg Altona für Hamburg da ist, wenn es gebraucht wird!

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Zunächst begann der gemeinsame Tag, wie vorgesehen: In verschiedenen Fachgruppen wurden Ausbildungsinhalte vermittelt, zur Mittagspause hatte die Küchencrew um Mariola ein reichhaltiges wie leckeres Essen zubereitet.

Um 14:17 Uhr (der Ausnahmezustand bestand in Hamburg weiterhin!) lösten die DME an den Gürteln der Einsatzbekleidung wieder aus: „GKW Altona Vollalarm: Tanne auf Flachdach gestürzt!“

Mit Blaulicht erfolgte die Anfahrt zur angegebenen Adresse, bei der augenscheinlich ein kleiner Baum auf das Nachbargrundstück gestürzt war. Die Einsatzkräfte wurden allerdings zur Erkundung von den Anwohnern empfangen: „Nein, der Baum da ist nicht das Problem. Eine Tanne ist auf die Werkstatt im Hof gefallen, außerdem bereiten uns weitere Bäume Sorgen…!“

Antwort vom Gruppenführer: „Wir sehen uns das erst einmal an.“ Nach kurzer Beurteilung der Lage war klar, dass noch weitere Bäume gefährdet waren, drohten sogar auf die recht starkt befahrene Straße zu fallen!

Es wurde ein Fahrstreifen gesperrt, die Fällarbeiten vorbereitet. Während ein Trupp sich um die Tannen im Hof kümmerten, wurde das Niederlegen des Baums an der Straße durchgeführt. René legte den Baum ziel- und punktgenau zwischen Zaun und Verkehrszeichen auf den abgesperrten Gehweg.

Am Ende waren alle Gefahren ohne weitere Schäden beseitigt, lediglich ein kleiner „Abdruck“ am Flachdach der Werkstatt blieb, neben einer Menge Kaminholz, zurück.

„Fidi“ als Verantwortlicher vor Ort fasste bei der kurzen Nachbesprechung lobend die umsichtige Arbeit aller Helfer zusammen: „Männer, das war vorbildliche Arbeit!“

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