Okantief Elon: Mehrere Einsätze für das THW Altona

Das Orkantief „Elon“ verursachte erhebliche Schäden in Norddeutschland, Polizei und Feuerwehr fuhren mehrere Hundert Einsätze. Auch das THW war mit der Beseitigung umgestürzter Bäume beschäftigt: So war ein Baum auf ein Schulgebäude und ein weiterer auf einen Imbiss gefallen. Verletzte waren in beiden Einsatzfällen glücklicher Weise nicht zu beklagen.

Gegen 13:00 Uhr lösten die DME (Digitaler Melde Empfänger) des THW Hamburg Altona am Freitag zum ersten Sturmeinsatz aus: Ein Baum drohte, auf eine Schule zu stürzen!

Am Einsatzort angekommen, stellte sich die Situation weniger dramatisch dar: Ein kleinerer Baum hatte sich zur Seite auf das Dach eines Nebengebäudes geneigt und nur geringe Schäden am Dach verursacht, schnell Äste mit der Motorsäge entfernt, der Baum mittels Winde am GKW (Gerätekraftwagen) auf den Boden gezogen und weiter zerkleinert.

Bereits auf dem Rückweg in den Ortsverband erreichte die Einsatzkräfte über die DME um 14:36 Uhr die nächste Alarmierung: „Baum auf Imbiss, keine Verletzten“, sofort rückte die Bergungsgruppe erneut aus.

Eine Orkanboe hatte einen großen Ast mit einem Durchmesser in Stammnähe von ca. 50 cm abgerissen, der Ast hatte neben dem Gebäudedach auch zwei Fahrzeuge nicht unerheblich beschädigt.

Nach erster Erkundung stellte sich ein größeres Problem dar: Ein Zerlegen des Astes war nicht ohne weiteres möglich, da der schwerste Abschnitt in das Dach eines Gebäudeanbaus stürzen würde, wenn man den Kronenbereich kappen und somit den Schwerpunkt verlagern würde. Die Einsatzkräfte entschieden vor Ort, den Kran der Brückenbaugruppe anzufordern und so den rund eine Tonne schweren Ast zunächst zu sichern.

Beräumen der beschädigten Kraftfahrzeuge

Anfahrt des Brückenbaukrans

Bevor jedoch der bereits abgebrochene Ast bearbeitet werden konnte, musste ein weiterer, kleinerer Ast abgesägt werden, der ebenfalls abzubrechen drohte. Auch dieser Ast wurde mit dem Kran, der einmal mehr wertvolle Dienste leisten sollte, abgestützt und dann entfernt.

Sichern eines Asts gegen Absturz, bevor dieser gekappt werden kann

Erst dann wurde der auf dem Dach liegende Ast am Kranausleger angeschlagen, gegen Absturz gesichert und nachfolgend überhängende Teile mit der Motorsäge abgeschnitten. Zum Schluss wurde der nahezu vollständige Ast vom Dach angehoben und neben dem Imbissgebäude abgelegt.

Der Einsatz und seine Herausforderungen wurden von allen beteiligten Kräften konzentriert und ohne Hektik mit großer Kompetenz abgearbeitet.

Die Einsatzfahrzeuge verlegten um 18:30 Uhr zurück in den Ortsverband, für alle Fahrzeuge und Gerätschaften wurde umgehend die volle Einsatzfähigkeit wieder hergestellt. Die Kräfte verblieben ohne erneuten Einsatz bis zur Aufhebung der Alarmbereitschaft gegen 20:30 Uhr in der Unterkunft, die Lage hatte sich zwischenzeitlich beruhigt.

Da der deutsche Wetterdienst für den Folgetag das nächste Okantief „Felix“ bereits angekündigt hatte, versammelten sich die Helfer in Erwartung weiterer Einsätze zum regulär angesetzten Dienst (Ganztagesausbildung) in hoher Einsatzstärke bereits am Samstagmorgen wieder im Ortsverband.

Erkundung der Lage auf dem Dach

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