Über den Tellerrand geschaut – THW Hamburg-Altona bildet bei der Bundeswehr in Appen aus

Der Leiterhebel - Personenrettung aus höhergelegenen Stockwerken

Nur wer offen ist, seine Fähigkeiten zu erweitern, bleibt auf dem neuesten Stand. Für die tolle Weiterbildung, die die Unteroffiziersschule der Luftwaffe Appen hinsichtlich moderner Ausbildungsmethoden bei uns Mitte April geleistet hat, sind wir sehr dankbar. Ein guter Grund, das Gelernte im Rahmen eines Gegenbesuchs in Appen anzuwenden.

Die Bundesanstalt THW verfügt über weit mehr als 60 Jahre Erfahrung, Menschen zu retten und zu bergen. Gerne haben wir am vergangenen Montag  einen Teil dieser spezialisierten Kenntnisse und Fähigkeiten an die Bundeswehr weitergegeben.

Zunächst wurden alle Teilnehmer der Ausbildung mit den fünf Phasen der Bergung vertraut gemacht, der Umgang mit der Katastrophenschutz- und der Schleifkorbtrage ebenso erklärt, wie das richtige Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA).

Welche Maßnahmen sind zu treffen, wenn eine verletzte Person aufgefunden wird? Wie ist mit ihnen umzugehen? Wie kann die Person in der KatS-Trage mit 4 oder 6 Mann schonend transportiert werden, oder umgelagert in die Schleifkorbtrage? Transport im Gelände und in einem Trümmerkegel sind ebenso Fertigkeiten, die vermittelt wurden.

Als Highlight wurde der „Leiterhebel“ geübt: Wenn ein Abtransport eines Verletzten aus einem höher gelegenen Stockwerk über einen konventionellen Weg (z.B. eine Treppe) nicht möglich ist, kann mit dieser Methode eine Person schonend und ohne komplexe technische Hilfsmittel gerettet werden.

Am Ende fasste ein Oberstabsfeldwebel die gelungene Ausbildung zusammen: „Es ist immer gut, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen! Vielen Dank!“ – Das finden wir auch!

Es war sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir gemeinsam ausgebildet haben.

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