Windbruch – Sprengeinsatz für das THW in Mecklenburg-Vorpommern

Die Orkane „Christian“ und „Xaver“ forderten im Herbst 2013 erhebliche Schäden und sogar Menschenleben. Die meisten sichtbaren Folgen der Stürme sind inzwischen beseitigt, doch in den Wäldern Norddeutschlands dauern die Aufräumarbeiten auch noch Monate später an.

In der Rostocker Heide haben die Stürme zahlreiche Bäume entwurzelt, viele der Bäume sind derartig unter Spannung ineinander verkeilt, dass ein konventionelles Niederlegen und Beseitigen mittels Kettensäge nicht möglich ist, ohne die Waldarbeiter zu gefährden. Die zuständige Forstbehörde hat deshalb die Arbeiten mit der Motorsäge untersagt.

Um einen Schädlingsbefall der umliegenden gesunden Bäume zu verhindern, ist eine Beseitigung des Windbruchs aus Naturschutzgründen aber sehr wichtig.

Die Naturschutzbehörde Schwerin hat deshalb den THW Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein um Amtshilfe gebeten. Das THW hält einige wenige Spezialisten vor, die als Sprengberechtigte immer dann zum Einsatz kommen, wenn Gefahren durch Sprengung beseitigt werden müssen. In Hamburg verfügt der Ortsverband Altona über eine Fachgruppe Sprengen, diese war in Mecklenburg-Vorpommern am Einsatz beteiligt.

Mittels Schneidladungen wurden die unter erheblicher Spannung stehenden Baumstämme vom Wurzelwerk sauber abgetrennt und niedergelegt. Im Anschluss konnten die Stämme gefahrlos durch die Mitarbeiter des Forstamtes beseitigt werden.

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