Jahresübung des OV Altona in Groß Niendorf bei Bad Segeberg

Hamburg, den 08. Oktober 2013

In der Zeit vom 20.- 22.09.2013 führte wir unsere Jahresübung
durch. Diese wurde vom Zugführer des 1. Technischen Zuges, Thomas Franke,
geplant.

Das Übungsgelände wurde durch die Familie eines unserer
Helfer gestellt. Auf diesem Gelände lag auch unser „Übungsobjekt“. Es handelte
sich hierbei um ein altes Einfamilienhaus der Familie welches für den Abriss
vorgesehen war. Nachdem alle Genehmigungen seitens der Behörden vorlagen,
machten wir uns ans Werk

Am Freitagabend fanden sich unsere Helfer im Ortsverband ein
um die Fahrzeuge für den Marsch vor zu bereiten und restliche Ausstattung und
Verpflegung zu verladen. Gegen 19.00 Uhr ging es dann in einer Kolonne  Richtung Übungsgelände. Gegen 23.30 Uhr erreichten wir dank Stau auf der Autobahn
das nur ca. 60 km entfernte Übungsgelände in Groß Niendorf Dort angekommen wurden die Fahrzeuge gesichert im Ort abgestellt und einzeln in den Übungsraum abgerufen um die Ordnung im Raum zu halten. Der Aufbau und die korrekte Aufstellung im Dunkeln stellten sich bis  zum Aufbau der Beleuchtungskomponenten als erste Herausforderung heraus.  Gegen 01.30 Uhr war dann das Lager  aufgeschlagen und der Grill angefeuert.

Am Samstagmorgen wurde dann gegen 09.00 Uhr die Einsatzlage
ausgegeben: Explosion in einem Einfamilienhaus mit Schuppen. Grund der
Explosion ist unbekannt. Starke Rauchentwicklung. Unbekannte Zahl vermisste
Personen im Gebäude. Kein Feuer. Gebäude ist durch die Explosion beschädigt. Da den Einsatzkräften zunächst nicht bekannt war, ob von dem
Rauch oder durch andere Gase eine Gefahr ausgeht, musste die erste Erkundung
unter Atemschutz durchgeführt werden.Die  Aufrechterhaltung
der Qualifikation als Atemschutzgeräteträger setzt unter anderem  die erfolgreiche jährliche Teilnahme an einer Einsatzübung teil. Auf den eingespielten Unfall eines Atemschutzgeräteträgers arbeiteten diese routiniert ab.

Nach erfolgter Belüftung des Gebäudes wurde das Gebäude
mittels des Einsatzgerüstsystems an einer beschädigten Außenwand gesichert, so
dass die Rettung der zwei Übungspuppen sicher durchgeführt werden könnte. Es galt die Übungspuppe aus dem Heuboden mittel einer Seilbahn Patienten gerecht zu retten. Für diesen Rettungsweg musste zunächst einer Stelle das Dach geöffnet werden. Diese Aufgabe bewältigten die Helfer routiniert und umsichtig.

Die zweite Übungspuppe befand sich in einem nicht zugänglichen Raum. Hier galt zunächst eine Mauerdurch, möglichst erschütterungsarm, herzustellen. Nachdem der Mauerdurch hergestellt wurde konnte ein Helfer die Verletztenbetreuung übernehmen. Auch hier erfolgte die Rettung patientengerecht.

Beide Übungspuppen wurden nach erfolgter Rettung außerhalb
des Gefahrenbereiches an den Rettungsdienst der Johanniter Unfallhilfe
übergeben. Auch die Zugtrupps hatten meisterten ihre Aufgaben in der
Führung und Darstellung und Vorbereitung der Übungslage. Bestand der Fachaufgabe der Fachgruppe Infrastruktur ist die Mitwirkung bei der Einrichtung und dem Betrieb von Feldlager und Bereitstellungsräumen. Hierzu baute die Fachgruppe Infrastruktur ein Waschzelt mit Waschrinne und Warmwasserduschen auf.

Im Zuge des späten Nachmittages kam nun das Highlight für die Fachgruppe Räumen: das Niederlegen von Übungsobjektes. Hier bewiesen Helfer der Fachgruppe Räumen, dass sie diese Aufgabe beherrschen. Zielstrebig und schnell wurde zunächst das Dach und der
Dachstuhl des Übungshauses durch den Radlader mit dem Vorbaugerät und dem
Vierschalengreifer entfernt. Die Mauern wurden schließlich mit der normalen
Schaufel schnell beseitigt.

Im laufe des Tages besuchte uns dann auch eine Pressevertreterin der Bad Segeberger Nachrichten. Sie war deutlich beeindruckt von den Fähigkeiten unserer Helfer. Dies ist dann auch in Ihrem Bericht über unsere Übung deutlich zum Ausdruck gebracht worden. Nachdem wir unsere Übung am Samstagabend beendet hatten ging
es zum gemütlichen Teil über. Die Eigentümer des Grundstückes legten uns eine Fläche für ein Lagerfeuer frei, der Grill wurde angefeuert und mit netten Gesprächen,
Gitarre und Livegesang verbrachten wir in kameradschaftlicher Runde den Abend
am Lagerfeuer.

Am Sonntagmorgen fand eine kurze Nachbesprechung der Übung
im Führungskreis statt. Parallel wurde bereits das Feldlager  abgebaut und wir verlegten im Laufe des Sonntages wieder in den Ortsverband. Dort folgte dann die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Zum guten Schluss bedankte sich der Ortsbeauftragte beim
Abschlussantreten bei allen beteiligten und sprach einige Ehrungen und
Berufungen aus.

Vielen Dank an das Planungsteam!

Fotostrecke:

Text & Fotos: OV Altona

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